Gespeichert unter: Journalismus, TV | Schlagworte: Ethik, Medien, Olympia, Protest, Zensur
Es ist immer wieder schade, wie willfährig Medien zum Teil sind und in Selbstzensur verfallen. Damit das schöne Bild nicht gestört wird. Neustes Beispiel war die Entzündung der Olympischen Fackel. Da dringen zwei Demonstranten vor und rollen ein Transparent aus, werden verhaftet. (Nachrichten hier, eine gute Zusammenfassung auch hier, in der Blogosphäre auch vieles hier)
Und was machen die Fernsehteams? Sie drehen sofort ab, es kaum etwas zu sehen. Es soll ja kein Zuschauer von den Protesten erfahren. Zu erahnen ist das unter anderem hier. Also waren es entweder alles von China bezahlte Regisseure oder die Sender gehören der KPCh. Auf jeden Fall ein trauriges Bild.
Wenigstens haben die Fotografen draufgehalten.
3 Kommentare bis jetzt
Kommentieren
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Soweit ich die Medien überblickt habe,
Kommentar von michaelthurm 25 März 2008 @ 10:08hat die AP Material gehabt, das sowohl über CNN (heut morgen), die Tagesschau, Zeit im Bild (not sure) und RTL aktuell gesendet wurde.
Die Beiträge bestanden alle aus den Aufnahmen von dem, ins Bild Stürmenden und dem chinesischen Redner und anschließendem Schnitt auf die Entzündung der Fackel.
Ich hatte eher das Gefühl, es wird ausschließlich über die Proteste berichtet, weniger über die Zeremonie, allerding hab ich die Liveübertragung nicht gesehen.
Das chinesische Fernsehsender abdrehen ist wohl klar, einige Sender sollen auch abgedreht haben, „um China nicht zu brüskieren“, aber konkrete Fälle davon habe ich nicht gesehen. Ich glaube schon, das der Protest seine Wirkung nicht verfehlt hat. Das Bild der 5 Handschellen spricht für sich und ist in Presse und TV sehr wohl present. Die Aufmerksamkeit für die Proteste ist super, aber würde alles offen liegen, könnten die Kameras in jeden Winkel, würde das vermutlich auch irgendwelche Theorien aufwerfen.
Noch dazu wäre der Duktus des Skandalösen, die Aufmerksamkeit für das außergeöhnliche, viel zu schnell dahin. bin eh gespannt wie sie die Medien bis zum August durch dieses Thema hangeln.
Ich glaube auch, dass der Protest angekommen ist. Die Fotografen habe wirklich eindrucksvolle Bilder gemacht.
Was aber eben das Problem ist: Die Aufnahmen zeigen nur die Rede, den ins Bild springenden und den Schnitt. Mehr eben nicht. Warum nicht? Weil man das nicht filmt.
Damit habe ich ein Problem.
Kommentar von Frank 25 März 2008 @ 7:05Was gab es da noch groß zu Filmen, er wurde festgenommen, davon hat die Presse ein paar Bilder gemacht, dazu durfte er seine Flagge noch mal in die Kamera halten. Ich glaube, das Problem besteht in der knappen Zeit die für einen solchen Beitrag zur Verfügung sthet, mehr als 60 sek. gab es kaum. Und damit hab auch ich ein Problem, aber leider ist die Gruppe derer, die lieber 30 Minuten Tibet/China/Olympia sehen wollen und dafür nur 60 sek. GZSZ viel kleiner, als anders herum. Traurig aber war. Aber nach 9/11 gibt es eben kaum noch etwas das uns medial wirklich vom hocker wirft
Kommentar von michaelthurm 26 März 2008 @ 11:33