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Jetzt bitte nicht denken, dass ich das Interesse verloren habe. Nein, nein.
Aber was ich gemacht habe, ist medienrepublik.de mit meinem Privatblog zusammenzuführen. Das ist unter www.na-blogo.de zu finden. Und wer speziell das Thema Medien sucht, findet es unter www.na-blogo.de/medien.
Warum? Nun ja – ich kann das alles besser konfigurieren und pflegen. Das ist einfach besser. Der Inhalt bleibt aber gleich. Nur ein bisschen umfangreicher und auch mit anderen Themen.
Über euren Besuch würde ich mich freuen.
Gespeichert unter: Blogs, Internet | Schlagworte: Blogs, Kurioses, Medien, Meldungen
Es klingt schräg, krank und witzig: In den USA ist eine Frau – angeblich – mit ihrer Klobrille zusammengewachsen. Die Polizei und die Feuerwehr haben sie befreit, nachdem sie den ersten Meldungen zufolge zwei Jahre dort gesessen haben soll. Berichte gibt es hier, hier, hier, hier und auch hier und hier. Vor allem, aber nicht nur, in der Blogosphäre gilt dabei der Tenor „Bei den Amis ist auch alles möglich“ und „die Frau ist dumm“. Klischees…
Erst nach und nach wurden die Informationen genauer, die besagten, dass die Frau im Badezimmer lebte, allerdings wirklich am WC-Sitz angewachsen war. Sicher ist, dass wir in den kommenden Tagen lesen werden, wie das physikalisch-biologisch überhaupt möglich sein kann. Das wird eine Rechercheleistung werden, die die Welt aber nicht braucht.
Sondern vielmehr eine andere Recherche. Denn das Ergeignis ist nicht nur kurios oder schräg – sondern die Geschichte hinter der Geschichte ist interessant. Denn diese Frau, das schreiben ja auch einige wenige, leidet anscheinend unter einer Angststörung (ein guter Einstieg hier bei Wikipedia.de). Sie fühlte sich nur noch in dem Raum und am Ende auf der Toilette sicher. Unter einer solchen Krankheit leiden bis zu neun Prozent der Bevölkerung, schrieb die Nordsee-Zeitung. Dabei schränkt sich der Bewegungskreis der Betroffenen immer weiter ein, im Extremfall eben bis ins Badezimmer. Nur hier haben die Patienten das Gefühl, entspannen zu können. Eine extreme Störung, die schwer zu therapieren ist und traurige Schicksale zur Folge hat.
Ob dieses aber thematisiert wird, darft bezweifelt werden.
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Journalistische Qualität bei „Bild“? Steht hier:
Andreas Wiele, der im Vorstand der Axel-Springer-AG für die „Bild“-Zeitung zuständig ist, hat sich in einem Interview mit dem Branchendienst turi2.de über BILDblog geäußert:
Viel Feind, viel Ehr. Das ist ein Thema, was sich an ein paar obskure Online-Blogger wendet. Ich glaube, wir richten uns an zwölf Millionen Leser. Die wissen die journalistische Qualität der „Bild“-Zeitung zu schätzen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, die Kritik, die in BILDblog an „Bild“ geübt wird – wenn das alles ist, was man uns vorwerfen kann, dann können wir in der Tat mit Recht stolz auf die Qualität der „Bild“-Zeitung sein.
Ja nee, ist klar.
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Nun ist sie da, die Urteilsbegründung des Landgerichts Hamburg gegen Stefan Niggemeier, in voller und sprachlich wahnsinnig eleganter Länge an dieser Stelle anzusehen.
Und wie es hanseatisch üblich ist: das Gericht verlangt eigentlich Spökenkiekerei. Denen wird ja die Fähigkeit unterstellt, in die Zukunft sehen zu können. Und genau das verlangen die berobten Männer.
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Blogs und Kommentarfunktionen, schreibt Fiete Stegers im „journalist“, sind bei den Redakteuren immer noch nicht als Kommunikatinsmethode angekommen. Schade eigentlich, denn gerade diese Technologie breitet sich mit einem Wahnsinnstempo aus. Und diejenigen, die zumindest wissen, was ein Blog ist, sehen überwiegend Krawall-Potenzial, das ihren eigenen heren, aber manchmal nicht gerechtfertigten Ansprüchen widerspricht.
Da heißt es dann
Viele werden von den neuen Feedback-Möglichkeiten abgeschreckt, ignorieren sie oder versuchen sogar, nach Kräften dagegenzuhalten.
Dem springt Stefan Niggemeier bei und diagnostiziert Ingoranz:
Ich habe fast immer das Gefühl, dass die Kommentare sich selbst überlassen werden. Es scheint, als ob die Redakteure überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, was im Nutzerbereich ihrer Webseite passiert.
Und genau das ist das Problem. Diese neue Medienwelt ist an vielen vorbeigegangen, die Entwicklung stockt meist in der Online-Redaktion, der sie durch Datenexport automatisiert zuarbeiten. Eine Auseinandersetzung mit dem neuen Medium dagegen findet nicht statt. Die Technologien, die Blogs bieten, werden zurzeit massiv eingesetzt, wie z.B bei DerWesten.de. Niggemeier äußert zwar Verständnis, denn in der Tat ist der Produktionsdruck oft groß – aber generelle Ignoranz scheint ebenfalls Fehl am Platze. Denn Blogs und vor allem die Kommentarfunktionen auf den verlagseigenen Seiten sind ein Regulativ, in dem es eben auch manchmal im Ton hart zur Sache geht. Das zu ignorieren, kann dabei ein Fehler sein, der als Arroganz ausgelegt.
Die von Stegers angebrachten O-Töne unter anderem von Hans-Jürgen Jakobs (sueddeutsche.de) oder Stephan Hebel (FR) oder Gabriele Fischer (brand eins), die vollkommen unterschiedliche Standpunkte haben, sind ein weiteres Beispiel für die Zerrissenheit der Branche und auch die unterschiedlichen Ansichten.
Diese Zerrissenheit ist auch wunderbar in der Diskussion zu sehen gewesen, die der DJV im Januar veranstaltet hat und die auf onlinejournalismus.de, also hier, nachzulesen ist.
Stellt sich die Frage, wie die Welten verschmolzen werden können. Hier liegt im Moment das größte Problem.