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Redakteure verklagen Chefredakteur
25 Februar 2008, 4:16
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Der Streit um den Chefredakteur der „Berliner Zeitung“ eskaliert – Die Redaktion hat nach Agenturberichten Klage gegen Josef Depenbrock eingereicht. Grund: Depenbrock führt die Redaktion als Chefredakteur und als Geschäftsführer. Das verstößt gegen das Redaktionsstatut. Unterstützt wird die Klage von DJV und Verdi. Da kann man mal gespannt sein, was dabei rauskommt.

Quellen: http://www.newsroom.de/news/detail/%24ESFRDNMUEKFJ

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„Berliner Zeitung“: Redaktion feuert gegen Chefredakteur
14 Februar 2008, 5:15
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Und hier ist der nächste Chefredakteur, bei dem die Redaktion nicht nur mault und sich intern beschwert, sondern öffentlich gegen ihn vorgeht wie schon bei Stefan Aust.

Laut kress.de hat die Redaktion der „Berliner Zeitung“ Chefredakteur Josef Depenbrock, Zugleich entgegen dem Redaktionsstatut auch Geschäftsführer, das Misstrauen ausgesprochen, ihn zur Abdankung zum Rücktritt aufgefordert und zugleich Eigentümer David Montgomery klar gemacht, dass er sich ändern oder verkaufen soll (zu lesen hier). Erst vor kurzem hatte die Mitarbeiter-KG mit den anderen Eigentümern des Spiegel-Verlags Chefredakteur Aust in einem ähnlichen Vorgang erfolgreich abgesetzt.

Der Vorwurf, dass der Chef der „Berliner Zeitung“ nicht willens oder nicht in der Lage sei, das Blatt zu führen, wiegt dabei schwer, ist aber auch Ergebnis eines Streits, der seit dem Kauf des Verlages durch David Montgomery (Mecom) schwelt. Dem Blatt soll es schlecht gehen, die Personallage ist dünn geworden, die Belastung gestiegen. Das kann, muss aber nicht mit der Politik Montgomerys zusammenhängen.

Wahrscheinlich ist es aber schon. Mecoms Adlatus heißt nun mal Depenbrock, sein Vorgänger Uwe Vorkötter, jetzt bei der „FR“, hatte sich gegen den Verkauf mit seinem Team erfolglos gewehrt. Ein schwerer Start für den Nachfolger, der tatsächlich hauptsächlich sparen soll, eben die von kress genannten bis zu 20 Prozent. Damit sind wieder einmal die Befürchtungen eingetreten, die immer wieder mit dieser Übernahme verbunden wurden und sich bewahrheiten könnten.

Die Lage, vor allem die wirtschaftliche Lage, ist sicher nicht vergleichbar mit dem „Spiegel“, zeigt aber, dass die Redaktionsleitungen sich nicht zuweit vom Personal entfernen dürfen. Wenigstens in den Häusern, in denen das Personal Mitspracherecht dieser Art genießt. Das wiederum sind nicht viele, eher zu wenige.

Solange es um Inhalte geht, sind solche Auseinandersetzungen auch auf keinen Fall abzulehnen. Geht es um die Personaldecke, sollte die Redaktion ebenfalls ein offenes Wort mitreden dürfen und ernsthaft gehört werden. Die Beispiele, in denen das nicht der Fall ist, sind reichlich und die Ergebnisse meist frustfördernd.

Ob der Einfluss auch auf alle wirtschaftlichen Entscheidungen beziehen kann, ist eher fraglich.

Dass aber die Meinung der Menschen etwas zählen muss, die täglich ihre Energie für das Produkt einsetzen, ist eine Selbstverständlichkeit.



Aust wird von Prinz vertreten
28 Januar 2008, 10:23
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An ein schnelles Ende haben wohl viele geglaubt, als der „Spiegel“-Verlag seine neue Chefredaktion vorgestellt hat. Doch die Amtseinführung von Mascolo und von Blumencron verzögert sich, das meldet der Kress-Report online (zu lesen hier).

Viel interessanter als diese Tatsache ist allerdings ein weiterer Punkt, den Kress ebenfalls meldet, allerdings versteckt am Ende des Textes. Denn Noch-Chef Stefan Aust, in der Tat relativ uncharmant aus seinem Amt befördert, wehrt sich gegen die Kündigung.

Ein wichtiger Termin, der bereits feststeht, ist für Aust allerdings der 4. Februar: Dann findet am Landesarbeitsgericht in Hamburg ein Gütetermin statt.

Vertreter von Aust ist ein Gegenspieler auch des „Spiegel“. Medienanwalt Matthias Prinz, Hamburg. Der 51-Jährige vertrat schon Christoph Daum, Karl Lagerfeld und Claudia Schiffer gehören, erstritt 2004 das auch vom „Spiegel“ gescholtene Caroline-Urteil.

Irgendwie passt das zusammen.