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Google, oh Google, bei dir muss ich vorne sein
3 März 2008, 5:04
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Schreiben für die Suchmaschine – dieser „Trend“ erfasst immer mehr Agenturen, Medienunternehmen und auch Autoren. Suchmaschinenoptimierung. Oder: Wie schaffe ich es, meinen Artikel bei Google ganz nach oben zu kommen?

Warum dieser Wunsch besteht ist klar: Die meisten Surfer steuern nur die ersten beiden Seiten der Suchmaschine an, schauen sich die Ergebnisse auf den hinteren kaum an. Wer also nicht auf der Startseite ist, hat schon verloren, ist zwar gelistet, findet virtuell aber nicht statt. Vermeintlich.

Die Lösung liegt für Unternehmen, die sich auf das SEO spezialisiert haben, im Einsatz von „Keywords“. Diese Schlüsselworte sollen, so die Theorie, denen entsprechen, die der Nutzer in das Suchfeld eintippt. Schlüsselworte sind also Schlüsselreize. Dieser Logik entsprechend dürften die ersten Worte des Textes keinen sinnvollen Satz ergeben, sondern eine Aufzählung sein. Irgendwie erinnert das an Spam-Mails. Kein Wunder, dass es auch Suchmaschinen-Spamming gibt.

Nur entspricht das leider überhaupt nicht journalistischen Grundsätzen. Denn nach denen gehören nicht irgendwelche Reizwörter in den Vorspann, sondern die Antworten auf die W-Fragen. In ganzen, lesbaren, knackigen Sätzen. Das sind auch die Begriffe, nach denen in nachrichtlichen Sites gesucht wird. Die Keywords sind dagegen in den Meta-Tags der Seite zu verankern, den Schlagworten, die die CMS-Systeme alle anbieten. Außerdem haben Medien ja in der Regel ein weiteres unschlagbares Argument: Sie haben eine Marke.

Statt also zu fordern, dass jeder Text mit Sex, Gewalt, Sparen oder Download anfängt, sollten sich die Administratoren überlegen, wie sie ihre Autoren dazu bringen, vernünftig zu verschlagworten. Dort gehören Schlüsselworte hinein.

Und nur dort.

Zum Nachlesen:



Microsoft bläst zum Sturm auf die Festung Google
1 Februar 2008, 8:08
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Microsoft greift nach Yahoo. Das ist die Krachermeldung des Tages und der Generalangriff auf Google. Übre 44 Milliarden US-Dollar soll der Deal kosten, feindliche Übernahme nicht ausgeschlossen.

Das ist der Hammer und der Beginn eines neuen Krieges im Internet. Denn MS und Google sind die Hauptkonkurrenten, seit die Suchmaschinenspezialisten im Netz einen erfolgreichen und vor allem brauchbaren Office-Dienst platziert haben. Der gräbt Microsoft vor allem im Consumer-Bereich das Wasser ab.

Und es wirkt sofort an der Börse. Die „FTD“ berichtet hier über die Folgen:

Zum Handelsstart am Freitag schoss der Yahoo-Kurs um rund 49,11 Prozent auf 28,60 $ in die Höhe. Microsoft-Papiere fielen dagegen um knapp 5 Prozent auf 31,00 $. Aktien von Google standen deutlich unter Druck, nachdem das Unternehmen die Börse am Vorabend auch noch mit den Quartalszahlen enttäuscht hatte.

Es wird spannend im Netz, zumal Yahoo der einzige wirkliche Google-Konkurrent bei der Suche ist. MS Schachzug ist sehr klug. Denn sie holen sich das Know-how und eine riesig Community mit einem innovativen Unternehmen – sofern es klappt. Und so ganz nebenbei wird die Vormacht wieder klar.

Das Ganze erinnert an den Browserkrieg, dessen Verlierer Netscape noch bis März eine Gnadenfrist hat.