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„Netzeitung“ schweigt sich aus
15 Februar 2008, 5:33
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Da starte die „Netzeitung“ neu. Die Bewertungen sind nicht prickelnd, wie auch in diesem Blog stand (um genau zu sein: hier). Um Stellungnahmen hat die Chefredakteurin gebeten, auch ein Voting war zu finden. Das sagte zu gegen Nachmittag, das um die 49 Prozent den Relaunch gut fanden, über 42 Prozent aber nicht. Bezeichnend.

Bezeichnender ist aber, dass der Artikel zum Relaunch heute nicht mehr zu finden war. Reaktionen auch nicht. Das ist ein schwaches, ein sehr schwaches Bild.

Dabei ist die „Netzeitung“, um es nochmal deutlich zu sagen, ein redaktionell wirklich gutes Produkt. Doch dieser Relaunch bleibt, was er gestern schon war. Misslungen.



Sind die Medien Schuld an Britney „Skandal“-Spears?
31 Januar 2008, 11:51
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Da ist dir Aufregung wieder groß. Helikopter über dem Haus von „Skandal-Spears“. Das titelt „Spiegel online“ hier und berichtet über einen Polizei- und Paparazzieinsatz, Selbstmordspekulationen und die ganze Leidensgeschichte der Sängerin.

Boulevardmedien sprechen von einem Selbstmordversuch. [...]Spears’ Manager Sam Lufti sowie ihre Mutter Lynn bestritten dies gegenüber einem Fotografen. Die Polizei verweigert laut tmz.com jegliche Stellungnahme. Bislang wurde vor dem Haus allerdings noch kein Krankenwagen gesichtet.

Viel interessanter ist aber nicht die Tatsache, dass vielleicht wirklich ein Selbstmordversuch vorliegt. Der übrigens ist aus ethischen Gesichtspunkten nicht berichtenswert, selbst wenn es ein Promi ist. Sondern interessanter ist vielmehr, dass diese „Skandal-Spears“ erst durch die Medien gemacht worden ist. ein Beweis ist die neuerliche Aktion samt Berichterstattung.

„Spiegel online“: Etwa 60 Paparazzi sind mit ihren Teleobjektiven vor dem Haus in Stellung gegangen. Das Fernsehen ist ebenfalls mit mehreren Übertragungswagen vor Ort, über der Szenerie kreist ein Helikopter. Wie der US-Nachrichtensender CNN meldet, erreichten Beamte des North Hollywood Police Department um 0 Uhr 55 Britney Spears’ Adresse.

Und hier hört es auf, Nachrichtenwert zu haben. Nun kann man sich die Frage stellen, ob Spears daran nicht selbst Schuld ist. Immerhin hat sie früher, im Erfolg, mit den Medien gespielt und für ihre Zwecke benutzt. Das hat sich jetzt gewandelt.

Zum Schlechten. Denn es ist offensichtlich, dass die Dauerbelagerung durch die Medien zum Zusammenbruch beiträgt. Anscheinend ist sie durch die zumindest unterstellte Drogensucht labil, das ist nun mal eine Folge von Abhängigkeit. Der Druck durch die Fotografen zwängt ein. Für einen labilen Menschen ist dies ein riesiges Problem.

Update 13:13 Uhr: „Spiegel online“ meldet die Einweisung Spears’ in eine Psychiatrie. In der Überschriftwird sie inzwischen als Skandal Spears bezeichnet. Also ist Britney Spears ein Skandal. Diese Aussage an sich ist schon einer.



OZ-Mantel kommt aus Lübeck
30 Januar 2008, 11:23
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Das Umkrempeln geht weiter bei der „Ostsee-Zeitung“ und den „Lübecker Nachrichten“ – ein gemeinsamer Mantel kommt definitiv, berichtet Kress online hier. Mit einem sehr bitteren Nachgeschmack: 200 Stellen fallen bis 2013 über Altersregelungen weg. Springer spart halt mal wieder ein, die Vielfalt gerade in den überregionalen Teilen nimmt wieder ein wenig ab.

Ob die „Ostsee-Zeitung“ durch ihren Sonderseiten als eigenständiges Format bleibt, ist zu bezweifeln. Auf jeden Fall ist sie dann nur noch eine reine Lokalredaktion.