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PR-Gag um DSDS-Ausstieg?
9 April 2008, 7:20
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War das nun der Zwiespalt einer sechszehnjährigen Nervensäge oder aber ein geschickter PR-Gag? Benjamin Herd, Nachwuchs-Nichttalent bei DSDS und zurzeit der Kandidat, der am meisten polarisiert.

Und das nicht nur durch seinen „Ich höre auf“, Papa Bohlen quatscht, „Ich mache weiter“-Auftritt dieser Tage, von RTL perfekt dokumentiert. Sondern auch durch allerlei unreife, deutlich pubertäre Aussprüche und Auftritte. Ohne Zweifel – Benjamin Herd ist für diese Stafel ein Geschenk.

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Sind Radiosender schuld an Schnuffels Erfolg?
25 Februar 2008, 1:33
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schnuffelklein.jpgNein. Das ist kein Hit. Aber ein Treffer. Ein PR-Treffer. Was? Na „Schnuffel“, die Nummer eins der Charts. Der süße Hase, der seiner Karotte ein Liebeslied singt. Fein, niedlich. Und „Schnuffel“ lässt die Kasse bei seinen Eltern klingeln.

Seine Eltern, das sind einige findige Grafiker und Programmierer des Klingelton- und Handy-Pimp-Anbieters „Jamba!“, der nicht nur durch penetrante Werbung auf den Teenie-Ex-Musiksendern auffällt, sondern im Netz auch durch Spreeblick.de bekannt geworden ist (und so auch Blogs in Deutschland bekannt gemacht hat). Das – zugegeben – süße Vieh ist Star in der Werbung, die nur von Musiksendungen unterbrochen wird, auf einer neuen CD und tatsächlich auf Platz 1 der deutschen Singelcharts.

Jamba feiert diesen Erfolg natürlich, denn in der Tat wurden Branchengrößen deklassiert, darunter Timbaland, der eigentlich mit allem, was er macht, auf die Spitze abonniert ist. Außer, „Schnuffel“ ist in der Nähe.

Das das allerdings erst möglich ist, seitdem Downloads und Klingeltöne ebenfalls für die Platzierung gezählt werden, verschweigt das Klingeltonunternehmen geflissentlich. Nun ja, muss ja auch nicht sein. Dass die massive Werbung für den Klingelton, die wirklich alle (gefühlte) 30 Sekunden zu sehen war, ihr übriges dazu beigetragen hat, ist auch logisch und richtig.

Und so feiert sich das Unternehmen für den Coup:

Mit Schnuffels Sprung in die Musikcharts beweist Jamba zum wiederholten Mal ein gutes Gespür für Trends sowohl in der mobilen Unterhaltung als auch in der Musikbranche. Lee Fenton, COO von Jamba, fügt hinzu: „Unser Kreativ-Team – die geistigen Eltern von Schnuffel – hat tolle Arbeit geleistet und wir freuen uns jetzt schon darauf, den Kunden auch künftig so tolle Ideen aus dem Hause Jamba zu präsentieren. Schon in der Vergangenheit sind hier erfolgreiche Figuren entstanden – wie beispielsweise im letzten Jahr die Crazy Cow.“

Ob das ein Gespür für den Geschmack ist, sei dahingestellt. Der Schock jedenfalls sitzt tief, dass das Unternehmen, das mit Abos für 2,99 Euro/pro Abrechnugszeitraum (wahlweise variabel 1 Woche, 5 Tage oder 3 Stunden) wirbt, so erfolgreich sein kann. Die gut geölte PR-Maschine läuft jedenfalls rund.

Bedenklich ist eher, dass Radiostationen kaum Einfluss hatten. Denn kaum einer von ihnen, selbst die Formatradios, haben den Langohr-Miniflokati gespielt – und trotzdem kennt ihn jeder. Das war beim „Crazy Frog“, auch so einem Handy-Kunstprodukt unter Musiktarnung, noch ganz anders.

Andererseits: Für Guerillamarketing wäre das schon wieder gut.

Vielleicht für Roland Koch.

Foto (c) obs/Jamba