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Endlich mal die Meldung, die wir für das Blatt benötigen:
Augstein-Sohn will wieder Kommentar im «Spiegel»
Zitiert nach Newsroom.de, in voller Länge hier (jedenfalls ab dem 1.03.2008, 9 Uhr).
Lasst das Sturmgeschütz wieder schießen.
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Der Streit um den Chefredakteur der „Berliner Zeitung“ eskaliert – Die Redaktion hat nach Agenturberichten Klage gegen Josef Depenbrock eingereicht. Grund: Depenbrock führt die Redaktion als Chefredakteur und als Geschäftsführer. Das verstößt gegen das Redaktionsstatut. Unterstützt wird die Klage von DJV und Verdi. Da kann man mal gespannt sein, was dabei rauskommt.
Quellen: http://www.newsroom.de/news/detail/%24ESFRDNMUEKFJ
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Und hier ist der nächste Chefredakteur, bei dem die Redaktion nicht nur mault und sich intern beschwert, sondern öffentlich gegen ihn vorgeht wie schon bei Stefan Aust.
Laut kress.de hat die Redaktion der „Berliner Zeitung“ Chefredakteur Josef Depenbrock, Zugleich entgegen dem Redaktionsstatut auch Geschäftsführer, das Misstrauen ausgesprochen, ihn zur Abdankung zum Rücktritt aufgefordert und zugleich Eigentümer David Montgomery klar gemacht, dass er sich ändern oder verkaufen soll (zu lesen hier). Erst vor kurzem hatte die Mitarbeiter-KG mit den anderen Eigentümern des Spiegel-Verlags Chefredakteur Aust in einem ähnlichen Vorgang erfolgreich abgesetzt.
Der Vorwurf, dass der Chef der „Berliner Zeitung“ nicht willens oder nicht in der Lage sei, das Blatt zu führen, wiegt dabei schwer, ist aber auch Ergebnis eines Streits, der seit dem Kauf des Verlages durch David Montgomery (Mecom) schwelt. Dem Blatt soll es schlecht gehen, die Personallage ist dünn geworden, die Belastung gestiegen. Das kann, muss aber nicht mit der Politik Montgomerys zusammenhängen.
Wahrscheinlich ist es aber schon. Mecoms Adlatus heißt nun mal Depenbrock, sein Vorgänger Uwe Vorkötter, jetzt bei der „FR“, hatte sich gegen den Verkauf mit seinem Team erfolglos gewehrt. Ein schwerer Start für den Nachfolger, der tatsächlich hauptsächlich sparen soll, eben die von kress genannten bis zu 20 Prozent. Damit sind wieder einmal die Befürchtungen eingetreten, die immer wieder mit dieser Übernahme verbunden wurden und sich bewahrheiten könnten.
Die Lage, vor allem die wirtschaftliche Lage, ist sicher nicht vergleichbar mit dem „Spiegel“, zeigt aber, dass die Redaktionsleitungen sich nicht zuweit vom Personal entfernen dürfen. Wenigstens in den Häusern, in denen das Personal Mitspracherecht dieser Art genießt. Das wiederum sind nicht viele, eher zu wenige.
Solange es um Inhalte geht, sind solche Auseinandersetzungen auch auf keinen Fall abzulehnen. Geht es um die Personaldecke, sollte die Redaktion ebenfalls ein offenes Wort mitreden dürfen und ernsthaft gehört werden. Die Beispiele, in denen das nicht der Fall ist, sind reichlich und die Ergebnisse meist frustfördernd.
Ob der Einfluss auch auf alle wirtschaftlichen Entscheidungen beziehen kann, ist eher fraglich.
Dass aber die Meinung der Menschen etwas zählen muss, die täglich ihre Energie für das Produkt einsetzen, ist eine Selbstverständlichkeit.
Der Brockhaus, das monumentale Lexikon, das zwanzigbändige Buchmonster, ist tot. Getötet und überlebt durch das Internet. Ruhe in Frieden.
Das Lexikon soll in einer kostenlosten Version im Internet Ob das Netz aber immer besser ist, bleibt eine offene Frage. Klar, der „Stern“ hat in einem Test nachgewiesen, dass Wikipedia bessere Treffer erzielt als das renommierte Lexikon. 50 Stellen fallen laut „FTD“, zu lesen hier, weil sie in der Produktion des 2500 Euro teuren Buch-Standardwerks nicht mehr benötigt werden.
Schuld ist die massive Abwanderung ins Netz, hin zu Wikipedia, anderen Onlinequellen wie Spiegel-Wissen und sogar Google. Nur – gab es eine Alternative? Das Netz ist inzwischen überall, vielfach verfügbar (und eben oft kostenlos). Die teuren Bücher stehen dagegen immer im heimischen Regal und mit Glück noch in der Bibliothek. Übrigens setzen sie immer noch auf ihre Kompetenz. Denn ein Wiki wird Brockhaus online nicht werden. Damit garantiere man Qualität. Nunja, siehe den Stern.
Und eines wird der Verlag sowieso nicht tun: Das Geld des Nutzers mit der Suche verdienen.
Es gibt zwar längst ein Brockhaus-Angebot im Internet – für Käufer der gedruckten Ausgabe. Oder als Bezahldienst. „Aber unsere Versuche mit Paid-Content haben gezeigt, dass das nicht funktioniert“, sagt Granseyer. Und sein Sprecher fügt hinzu: „Wir galten lange als letzte Speerspitze des Paid-Content. Aber das hilft nicht, wenn es keiner kauft.“ (aus der „FTD“)
Also soll es die Online-Werbung richten.
Das Wundermittel.
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G+J soll heute offiziell verkünden, dass die „FTD“ vollständig übernommen wird. Für das Blatt wäre es nicht unbedingt von Nachteil, denn sie ist zwar defizitär, aber ein gutes und innovatives Blatt.
Update 13:51: G+J hat es wie erwartet offiziell verkündet. Dann viel lachfarbenen Erfolg.